Wie du einen Oscar gewinnst

Hast du schon mal die Academy Awarts geschaut und gedacht: Da vorne sollte ich stehen und einen Oscar gewinnen.

Aber du wusstest nicht wie du das schaffst?
Dann ist heute dein Glückstag!

Denn jetzt zeigen wir dir den einfachsten Weg, einen Oscar zu gewinnen. Ohne Geld, Talent oder berühmte Freunde.

Audio:

Schriftlich:

Bevor du gewinnen kannst, kommt der schwerste Schritt: Nominiert werden.
Um deinen Chancen zu maximieren, musst du gut überlegen, in welcher
Kategorie du teilnehmen möchtest.
Statistiken von Steve Pond, einem Oscar Prognostiker zeigen, dass du die
besten Chancen, nominiert zu werden, in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ hast. Aber wir haben nicht die Zeit, das Geld und die
Erfahrung um einen Oscar reifen Animationsfilm zu erstellen.
Also nimm den zweitbesten Weg.
Einen Dokumentar-Kurzfilm. Das ist viel, viel einfacher. Durchschnittlich
schafft es einer von 8 Bewerbern.
Einen Kurzdokumentation darf maximal 40 Minuten lang sein. Die meisten Nominierungen sind aber kürzer.
Du brauchst keine Schauspieler, Autoren oder Kulissen. Alles was du brauchst
ist eine Kamera und etwas, was du damit filmen kannst.
Aber was soll ich filmen, fragst du dich sicherlich.
Die Antwort ist einfach wenn man sich die letzten Gewinner anschaut:
-Schreckliche Tragödien
-Krankheiten
oder
-Unterdrückung.
Du weißt schon so was witziges halt.

Hier sind ein paar genauere Themen der letzten Gewinner:
-Kinder und Gastarbeiter in Israel
-Säureataken auf Frauen in Pakistan
-Obdachlose Teenager
oder
-Überlebende des Holocaust

Jetzt hast du vielleicht eine Idee. Die Themen sollten möglichst Jung oder alt
sein. Und am besten im „nahen Osten“, Ost Asien oder Afrika spielen.

Wenn du eine Lücke der Folgenden Sätze ausfüllen kannst, solltest du dein
Thema haben. Fülle die Lücken aus!

Ein Junger ______ überwindet _______ um ein _______ zu werden.

Ein alter _______ kehrt zurück zu _______, wo er ________ erlitt.

_______ hat hier schwere Erkrankung eintragen.

Wenn du jetzt ein gutes Thema gefunden hast, kannst du dich um das
finanzieren deiner Doku kümmern. Du kannst dich bei einer Organisation oder
einer reichen Person, die einen Grund habe sollte, dir Geld zu geben, bewerben.
Mach sie auf das Problem aufmerksam, das du hast.
Und du musst keine Bank ausrauben.
Oder du erstellst eine Kampagne auf der Croudfunding Website Kickstarter,
die viele Projekte möglich gemacht hat wie zum Beispiel die Kurzdokumentation „Inocente“ oder eine Schüssel Kartoffelsalat. Lecker!

Jetzt stell dein Team zusammen. Wahrscheinlich willst du Regie führen.
Deswegen brauchst du noch einen Kameramann, wenn du nicht alles selber
machen möchtest. Jedoch gewinnt meist die beste Story. Wenn man sich die
Gewinner der letzten Zehn Jahre anschaut, merkt man, das keiner in einer
besonders hohen Qualität aufgenommen wurde.
Alle sind eine Mischung aus Interviews, altem Material und Fotos untermalt mit
herzergreifender Musik.
Obwohl fast jeder Regisseur schon Erfahrung hatte, hat noch keiner von ihnen
vorher einen Oscar gewonnen.

Nun musst du nur noch mit dem Geld eine Kamera und eine Flugticket kaufen
und dann: Los filmen. Versuche so viel wie möglich zu filmen. Solange es die Batterien zulassen.
Nun brauchst du einen Filmeditor oder Cutter oder Schnittmeister oder wie man
es auch nenne möchte. Der Job eines Cutter’s ist es, all dein Material zusammen
zu schneiden. So das es Sinn ergibt. Beachte das du dafür genug Geld übrig hast.

Jetzt wo deine Dokumentation fertig ist, geht es weiter mit der Qualifizierung.
Und ja, du musst dich für eine Nominierung qualifizieren.
Damit dein Film bei der Academy anerkannt wird, muss dieser in einem
öffentlichen Kino in Los Angeles gegen Geld mindestens sieben Tage gelaufen
sein.
ODER
Auf eines der 70 Internationalen Filmfestivals gelaufen sein.
In Deutschland gibt es davon drei. In Berlin, Stuttgart und Oberhausen.
Diene Chancen sind höher wenn dein Film auf mehreren Festivals aufgetreten
ist.
Jetzt musst du nur noch das zugegebenermaßen recht lange Formular ausfüllen
und dann bist du fast fertig.
Kannst du glauben das du schon so weit gekommen bist?
Immer eine gute Idee ist es, eine Werbekampange für deinen Oscar zu machen.
Wenn Niemand von deinem Film vorher gehört hat, stimmt er vielleicht für
einen Anderen ab.

Der Feinschliff
Experten sagen, dass es keinen sichern und richtigen Weg gibt, einen Oscar zu
gewinnen. Du schaffst es wahrscheinlich nicht, dass alle 6000 Filmemacher für
deinen Film abstimmen. Du solltest es aber versuchen. 94% Der Jury hat weiße
Hautfarbe und 77% sind männlich. Das durchschnittliche Alter ist 64 und nur
15% sind unter 50 Jahre alt. Das bedeutet im Durchschnitt ist deine Zielgruppe
alt, weiß und männlich. Nicht überraschend also, dass Filme mit schönen Frauen oft eine Stimme bekommen. Also wenn du einen Weg findest, eine schöne Frau in deine Dokumentation einzubinden, steigen vielleicht deine Chancen.

Herzlichen Glückwunsch du hast es geschafft in möglichst wenig Zeit dich für
einen Oscar zu bewerben. Jetzt liegt es nur noch an der Academy ob du einen
Oscar gewinnst.

Und so gewinnst du einen Oscar.

Beitrag von: Mietje und Enrico

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3 Kommentare

  1. Tja Leo, ich bin eh besser als du.#Bescheidenheit

  2. Leonardo DiCaprio

    Na dann klappt es vielleicht dieses Jahr

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