Bandkunde: Ein Interview mit Schandmaul (eine Band)

Kennt ihr die Band Schandmaul? Nein? Dachte ich mir. Schandmaul ist eine deutsche Mittelalter-Folk-Rock Band, also genau die Musik von Radioactive-Redakteurin Laureen. In den Herbstferien war Schandmaul zu Gast im Ringlockschuppen und Radioactive hatte vor der Show ein Exklusiv-Interview mit Birgit Muggenthaler-Schmack von der Band. Aber erst einmal ein paar Takte zum Konzert: Im Ringlockschuppen war echt gute Stimmung. Kein Wunder, denn Schandmaul hat fast alle alten, beliebten Songs gespielt. Ganz besonders schön, war die musikalische Umsetzung der Geschichte von Tjark Evers (Typ von Baltrum, der ertrunken ist, aber das auf ganz tragische Art. Angucken, ist interessant!). Deutlich wurde, dass Schandmaul Nischenmusik macht. Das Publikum war schwarz gekleidet und trug zumeist Shirts der Band oder von anderen Veranstaltungen dieses Genres, aber das bedeutet immer nur eins: Die Stimmung ist super.
Hier geht’s zum grandiosen Interview mit Birgit Muggenthaler-Schmack (langer Name). Bei Schandmaul spielt sie verschiedene Flöten und Folk-Instrumente.

Interview mit Birgit Muggenthaler-Schmack (vertretend für Schandmaul)
Radioactive: Wir beginnen mit unserer Standardfrage und sichern uns gleichzeitig ab. Welche Frage kann Schandmaul gar nicht mehr hören?
Schandmaul: Wie seid ihr auf den Namen gekommen.
Radioactive: Das ist dann eigentlich die Standardantwort auf die Frage. *(Laureen fragt sich genau in diesem Moment, wie der Name entstand,     schweigt aber.) Wenn Ihr einen Soundtrack schreiben dürftet oder müsstet, welcher Filme oder welche Serie wäre das dann?
Schandmaul: Ziemlich viele stehen auf Breaking Bad, aber da gehen die Geschmäcker in Band natürlich auseinander. Games Of Thrones wäre auch toll.
Radioactive: Auf dem aktuellen Album „Leuchtfeuer“ habt ihr ein Featuring mit der ehemaligen Nightwishsängerin (Fun Fact: Laureen’s Lieblingsband) Tarja Turunen. Mit welchem Künstler könntet ihr euch auch eine Zusammenarbeit vorstellen?
Schandmaul: Da gibt es auch wieder unterschiedliche Vorstellungen. Ich (Birgit Muggenthaler-Schmack) würde unheimlich gerne mal mit Loreena McKennitt arbeiten. Bei den Jungs ist Muse hoch im Rennen. Aber das ist unrealistisch.
Radioactive: Warum? *(kritisch nachgefragt: check) * Die Sängerin von Nightwish ist ja auch schon eine Nummer.
Schandmaul: Stimmt.
Radioactive: Was ist cooler: Ein Konzert im Ringlockschuppen oder auf einem Festival wie Wacken?
Schandmaul: Ich persönlich mag die Hallen lieber. Es ist dann unser Konzert und unsere Fans. Wir haben viel mehr Zeit für Vorbereitungen, wie den Soundcheck und es ist nicht so hektisch. Auf großen Festivals muss man das Publikum auch immer erst für sich gewinnen, das ist in Hallen einfacher. Wacken vor 80.000 Menschen ist aber definitiv etwas Besonderes.
Radioactive: „Bunt und nicht Braun“ ist ja durchaus ein politisches Lied. Gibt es etwas anderes, das euch aufregt und ein Lied wert wäre?
Schandmaul: Eigentlich sind wir keine politische Band. Es war damals auffällig, dass auf den Seiten von deutschsprachigen Bands immer wieder Menschen mit rechter Gesinnung ihre Inhalte zum Besten gegeben haben und wir wollten uns dagegen positionieren. Ansonsten geht uns unheimlich viel auf den Keks. Ganz aktuell stört mich da die ungerechte Bezahlung in der Pflege zum Beispiel.
Radioactive: Stört es euch, dass Mittelalter-Folk so eine „Nischenmusik“ ist oder fühlt ihr euch in diesem Bereich ganz wohl?
Schandmaul: Unsere Musik ist eine Nische und wird auch immer eine Nische bleiben.
Radioactive: Aber sind die Charts und der große Erfolg nicht erstrebenswert?
Schandmaul: Ach, jede Band versucht das wahrscheinlich schon irgendwie, aber wir fühlen uns wohl, da wo wir sind. Wichtig ist es von der Musik leben zu können.
Radioactive: Jetzt mal eine ganz andere Frage. Wenn ihr eine Kochshow hättet, würde die dann Schmandmaul heißen?
Schandmaul: *lacht* Den Namen gab es tatsächlich mal. Vor vielen Jahren hing mal auf einem Stadtfest „Schmandmaul kommen später“. Da hatte sich wohl jemand verschrieben. Aber eine Kochshow wäre da bestimmt eine gute Idee.
Radioactive: (Laureen ist beleidigt, weil irgendein Depp sich verschrieben hat und so das geniale Wortspiel geklaut hat)

Entweder-Oder-Spiel mit Schandmaul:
History oder Science Fiction? – History
Till Eulenspiegel oder Mario Barth? -Till Eulenspiegel
Bergfried oder Bunker? -Bergfried
Burg oder Energiesparhaus? -Energiesparhaus
Ritter oder Rittersprot? -Ritter *lacht*
Fuhrwagen oder SUV? -Fuhrwagen
Streckbank oder Thai Massage? -Thai Massage

 

 

Benjamin Clementine

Ich stoße im Internet nicht schnell auf Neuigkeiten. Bester Beweis: Mir musste von einer Lehrerin erklärt werden, was es mit diesem „Dab“ auf sich hat. Diese Kolumne ist wahrscheinlich nicht wirklich über eine Neuigkeit, aber für mich ist es neu und diese Kolumne ist immerhin meine Kolumne. Jedenfalls habe ich einen Künstler entdeckt, der den Namen Benjamin Clementine trägt. Jimmy Fallon hat ihn vorher entdeckt, aber das zählt nicht, weil in Deutschland alles musikalische etwas später entdeckt wird. In meinem Jahr in der Fahrschule habe ich im Autoradio bei einem Sender, der sich so ähnlich anhört wie 1 knife, auch noch nie von einem Benjamin Clementine gehört. Zu der Musik: Er singt, schreibt Songs und spielt Klavier. Im Grunde ist er (wie so viele) ein Singer Songwriter. Zu seinen Idolen gehören Nina Simone und Leonard Cohen und das hört man. Ich persönlich mag seine Klaviermelodien und die Stimme. Die Lieder sind manchmal etwas komisch aufgebaut, aber da gewöhnt man sich irgendwann dran. Nach 10 mal hören hört sich das sogar ziemlich gut an. Hier verlinke ich das Lied „London“. Etwas verwunderlich: Er singt über London, befindet sich aber in Paris. Dabei handelt es sich nicht um geografische Unwissenheit, sondern um seine Biografie, in der beide Städte eine Rolle spielen. Das steht aber auch alles bei einer gewissen Online-Enzyklopädie. Eine kleine Info noch: Der Hauptstadtflughafen BER öffnet nicht 2017. Verdammt. Das wird schon irgendwann klappen.

Das wird schon werden…

2017 kann es nur besser werden. Diese Aussage ist wage, aber ich bin Optimist (außer ich habe schlechte Laune, dann bin ich Realist).
Leider begann das neue Jahr mit einem Anschlag in Istanbul (der ist sogar schon im Wikipedia-Artikel 2017 eingetragen).
Na gut, ich habe noch eine schlechte Nachricht: Michelle Obama wird abgelöst von der neuen First Lady und spätestens nach dem Carpool Karaoke mit James Cordon und dem Film „My First Lady“, über die Geschichte von Barack und Michelle Obama, werde ich sie vermissen. Glaubt man dem Gezwitscher einiger Vögel, überlegt sie aber selbst als Präsidentin zu kandidieren.
Nun aber zu den schönen Dingen:
Ein Highlight für alle Verschwörungstheoretiker und Hobby-CIA-Experten: Die Akten zur Ermordung von John F. Kennedy sollen geöffnet werden. Ich habe zu der Ermordung übrigens keine Theorie und  das kommt bei mir selten vor. War wohl nicht meine Zeit.
Ich habe gehört, dass es auch im Bereich der Politik Änderungen gibt, die Kindergeld, etc. betreffen. Ich sehe mich jetzt nicht dazu berufen, dieses genauer zu erläutern, aber die Tatsache alleine it ja schon mal ganz erfreulich.
Ich persönlich freue mich auf den ESC, denn nach den komischen Liedern im letzten Jahr kann es schließlich nur besser werden. Der ESC findet in Kiew in der Ukraine statt und das wird ein harter Brocken für die ESC-Fans, die gerne landestypisches Essen beim Public Viewing haben.
Aufatmen auch für alle Nicht-Fußball-Fans: Dieses Jahr ist weder EM, noch WM. Das heißt es gibt auch andere Themen bei einem namenhaften Sender, der sich so ähnlich anhört wie DWR 2.
Auch das Kino ist 2017 einen Besuch wert, denn der 5. Teil von Fluch der Karibik wird in die Kinos kommen. Ich würde jetzt schon einen kleinen Vorgesschmack auf die Handlung geben, aber ich habe den Trailer nicht ganz verstanden. Irgenwie hat Jack Sparrow wieder Dreck am Stecken und deswegen Ärger mit anderen Menschen. Das konnte ich zu einer Hälfte dem Trailer entnehmen und zur anderen Hälfte der Tatsache, dass es bisher immer so war.
Ich bin mir sicher, 2017 wird wie 2016, nur anders (So etwas in der Art sage Angela Merkel einst in einer Rede).